Versorgungssicherheit wächst nicht über Nacht!
Die Organisation "Land schafft Leben" in Österreicht hat nicht nur einen tollen Podcast sondern auch gehaltvolle und interessante Newsletter. Mit dem auch hierzulande aktuellen Thema der Versorgungssicherheit kam der heutige Newsletter in meinem Postfach an.
Datum: 09.11.2026, Autor: Newsletter Land schafft Leben
Versorgungssicherheit wächst nicht über Nacht
→ Was passiert, wenn Regen ausbleibt, Ernten schlechter ausfallen, Lieferketten stocken oder immer mehr Bauernhöfe wirtschaftlich unter Druck geraten? Auch wenn du im Alltag vermutlich kaum darüber nachdenkst: Dass unsere Teller täglich gefüllt sind, ist keine Selbstverständlichkeit. Hier erfährst du, warum der Erhalt der heimischen Lebensmittelproduktion so wichtig ist – und was wir damit zu tun haben.
Was hat die Trockenheit mit unserem Essen zu tun?
Die vergangenen Monate waren von Hitze und Trockenheit geprägt. Zwar war die Lage in Europa und auch innerhalb Österreichs teilweise unterschiedlich stark ausgeprägt, aber so viel ist sicher: In vielen Gebieten hat der trockene Sommer deutliche Spuren hinterlassen. Bleibt der Regen aus, können Erträge in der Grünlandwirtschaft und im Ackerbau leiden – das betrifft sowohl Lebensmittel, die direkt für die menschliche Ernährung genutzt werden, als auch Futtermittel. Diese Situation ist nicht nur belastend für Bäuerinnen und Bauern, sondern macht auch etwas sichtbar, was im Alltag oft in Vergessenheit gerät: Lebensmittel entstehen nicht im Supermarkt. Ihre Produktion ist von Boden, Wetter und verfügbaren Ressourcen abhängig und lässt sich nicht beliebig an unsere Nachfrage anpassen.
Greifbar wird das etwa bei der Kartoffel. Während 2025 so viel geerntet wurde wie seit einigen Jahren nicht mehr, wird heuer aufgrund der Trockenheit vielerorts mit deutlich geringeren Erträgen gerechnet. Mehr dazu kannst du im Newsletter #160 nachlesen.
Wie abhängig wollen wir bei Lebensmitteln sein?
Nicht nur Extremwetterereignisse im eigenen Land können die Lebensmittelversorgung beeinflussen. Europa ist beispielsweise bei Energie, Rohstoffen und vielen weiteren Gütern von anderen Ländern abhängig. Aber was passiert, wenn durch Pandemien, Kriege oder sonstige globale Krisen Lieferketten ins Stocken geraten? In unserer neuen Podcastfolge wirft Landwirtschaftskammerpräsident Josef Moosbrugger eine grundlegende Frage auf: Wollen wir eine solche Abhängigkeit auch bei unseren Lebensmitteln? Klar ist: Versorgungssicherheit darf nicht erst im Krisenfall mitbedacht werden. Landwirtschaftliche Flächen und Betriebe, Wissen sowie Verarbeitungsstrukturen müssen bereits im Vorhinein gestärkt werden und dauerhaft erhalten bleiben. Gehen sie verloren, können sie nicht auf Knopfdruck wieder aufgebaut werden.
Was braucht eine krisenfeste Landwirtschaft?
Der Klimawandel ist eine von vielen Herausforderungen. Landwirtschaft muss sich auch wirtschaftlich rechnen. Neben Klimaschutz- und -anpassungsmaßnahmen braucht es also unter anderem faire Rahmenbedingungen am Markt. Auch unsere Kaufentscheidungen spielen eine Rolle. Was wir heute kaufen, beeinflusst mit, was langfristig noch produziert wird. Das gilt für uns Konsumentinnen und Konsumenten genauso wie für Handel, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung. Land-schafft-Leben-Gründer und Podcast-Host Hannes Royer hat es bereits in unserem Sommer-Special mit Verteidigungsministerin Klaudia Tanner auf den Punkt gebracht: „Wenn wir uns in Krisenzeiten auf unsere Landwirtschaft verlassen wollen, dann müssen wir schon in ‚guten Zeiten‘ zu heimischen Lebensmitteln greifen.“ Vielleicht denkst du beim nächsten Einkauf oder Restaurantbesuch daran: Du kannst jeden Tag unsere Versorgungssicherheit ein Stück weit mitgestalten.
Dein Team von Land schafft Leben
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Bild: Land schafft Leben

