GUSTOREGIO

Katastrophenfall für Ökobetriebe: Simon Hack fordert "krasses Umdenken" in Politik & Gesellschaft.

Seit meinem Besuch bei Biolandwirt Simon Hack am 30.07.2026 hat sich die Wassersituation weiter dramatisch verschlechtert. Dem extremen Wassermangel kann nur durch intensive Bewässerung der landwirtschaftlich genutzten Flächen für die Lebensmittelerzeugung entgegengewirkt werden. Die Weideflächen seien vertrocknet und er verfüttere schon jetzt das für den Winter benötigte Heu erzählt Simon besorgt.

Datum: 08.13.2026, Autor: GR Redaktion

Gegen das Wetter könne man nichts machen sagt Biobauer Hack, wohl aber wie wir alle damit in Zukunft umgehen. In der Politik und Gesellschaft müsse es ein "krasses Umdenken" geben fordert Simon Hack. Nicht nur der Klimawandel und Wassermangel, sondern auch mangelnde Wertschätzung und fehlende Unterstützung für heimische Landwirte seien die Hauptgründe für den sorgenvollen Blick in die Zukunft der deutschen Landwirtschaft meint Biobauer Hack.

Es gäbe einige Kollegen die vorm Burn-Out oder der Betriebsaufgabe stehen würden erzählt mir Simon. Was muss noch passieren, damit die Gesellschaft beginnt regionale Erzeuger wirklich mit Wertschätzung zu bedenken? Ein Einkauf auf dem Wochenmarkt oder direkt beim Erzeuger wären ein guter Beginn empfiehlt der Überlinger Marktbeschicker.

Abschliessend wünscht sich Simon mehr Wertschätzung für die wichtige Arbeit von regionalen Erzeugerbetrieben und eine sichere Existenz als Biolandwirt. Dazu gehört auch eine gerechte Entlohnung für die mit großer Leidenschaft gemachte und oft genug mühsame Arbeit jeden Tag.

In der Zwischenzeit wurde am 07.08.2026 in Baden-Württemberg und Bayern der Katastrophenfall nach den EU-Öko-Vorschriften wegen anhaltender Dürre und Futtermangel für Ökobetriebe ausgerufen. SWR berichtet am 10.08.2026: https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/faq-katastrophenfall-landwirtschaft-duerre-trockenheit-futter-bio-betriebe-100.html